theBastianonline

6Nov/074

Joa ham wir denn schon Weihnachten?

Dieses Posting gibt es aus zwei Gründen:

Und da sind wir auch schon bei dem Teil von Weihnachten, der neben dem vielen Essen, der Anstrengenste ist. Das Verschenken und Erhalten von Gaben zu Weihnachten. Vielmehr die Beschaffung derselben.

Ich kann mich noch gut an meine Kindertage erinnern, da gab es wirklich noch Geschenke mit Überraschungsfaktor. Ein neues Buch, vorzugsweise von Karl May, das war ein richtiges Geschenk. Ok, ich war dann über die Feiertage kaum noch ansprechbar aber, hey das macht ein gutes Geschenk aus.

Leider geht das immer mehr verloren. Einerseits, weil ich mich meist selbst beschenke, sprich mir das kaufe, was ich möchte und nicht bis Weihnachten warten will und andererseits, weil kaum jemand das Risiko eingeht, es etwas zu verschenken, was vielleicht nicht so gut ankommen könnte.

Darum hat man im Vorfeld schon Stress. Einerseits möglichst eine Antwort auf die Fragen der Verwandschaft nach einem Geschenk wissen und sich andererseits Gedanken darüber machen, was man an diesselben verschenken könnte.

Ok, ich habs auch schon mit einer Gegenfrage versucht. Da kommen dann Antworten wie ...

  • ... ihr braucht uns doch nichts zu schenken.
  • ... wir brauchen doch nichts mehr.
  • ... müsst ihr doch nicht machen.

Alles in allem sehr hilfreich. :-( Aber wer will schon dastehen, Geschenke annehmen aber keine Geschenke machen können. Also schon vor Weihnachten schwierige Sachen, die die Vorfreude nicht gerade erhöhen.

Ähm ja, Vorfreude. Laut Wikipedia eine Emotion, in Erwartung eines künftigen, positiven Ereignisses. Diese Emotion kann natürlich verändert werden. Zum Beispiel dadurch, dass das Ereignis einen negativen Touch bekommt durch:

  • die bereits erwähnte Geschenkeorgie,
  • Weihnachtsmärkte, die schon im Oktober aufgebaut werden
  • Weihnachtsdekoration in allen Fressmärkten ab spätestens Oktober
  • Weihnachts- und Geschenkewerbung im TV
  • das Wissen um die Völlerei, die einem bevorsteht

Genau, das Essen zu den Festtagen. Das ist ein Problem, das erst an den Festtagen akut wird. Aber man kann sich schon das ganze Jahr darauf freuen. ;-)

Da es zu Weihnachten neben den Geschenken auch noch Süßigkeiten gibt und überall bunte Teller rumstehen, ist man eigentlich schon satt, bevor man überhaupt am Mittagstisch angelangt ist. Leider muss es aber gerade zu Weihnachten ein Festmenü mit drei Gängen sein. Und natürlich für acht Personen, obwohl man nur zu fünft ist.

Also ich kann eine leckere gebratene Ente auch am 23.09. essen. Ich brauche dafür kein Weihnachtsfest. Zu Weihnachten wäre ein leichtes Mittag bestimmt besser.

Aber alles verblasst, wenn man zu Weihnachten auf der Couch sitzt, vor sich einen heißen Kaffee und ein paar echte Nürnberger Lebkuchen, einen glänzenden Weihnachtsbaum im Raum und ... draußen meterhoch Schnee und es schneit weiter.

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Kommentare (4) Trackbacks (2)
  1. So so, Du auch – damals – Karl May :-)
    Ich auch!!

    Vielen Dank für Deinen Beitrag Sebastian.

    Herzliche Grüsse

    Frank

  2. Da fällt mir doch glatt ein, dass Du mir bis jetzt auch noch nicht gesagt hast, was Du Dir von mir zu Weihnachten wünschst (wie eigentlich jedes Jahr) :-(
    Und was kriege ich???

  3. @Frank: Ja, ich war ein großer Karl-May Fan. Leider war die Beschaffung der Bücher in der ehemaligen DDR nicht ganz so leicht. Darum war die Freude zu Weihnachten umso größer.

  4. @Susi: was Du bekommst, wird natürlich nicht verraten. Und was Du mir schenken sollst, kann ich Dir auch nicht sagen.

    Soll doch eine Überraschung für mich werden. ;-)


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