Unser schönes Schulsystem
Heute habe ich zufällig meine ehemalige Klassenlehrerin aus der POS (Polytechnische Oberschule) getroffen. Sie ist noch immer im Schulsystem tätig, jetzt jedoch am Gymnasium.
Wir haben uns einige Zeit unterhalten und ich durfte einen direkten Blick in unser aktuelles Schulsystem werfen. Und das war recht düster.
Vorab muss ich jedoch zugeben, dass ich eine sozialistische Schulbildung genossen habe, die natürlich im krassen Gegensatz zur Heutigen steht. Aber da habe ich einiges gelernt, was nicht in den Schulbüchern steht. Verantwortungsbewußtsein zum Beispiel. Okay, in Staatsbürgerkunde durfte man nicht das sagen, was man dachte sondern das was der Lehrer hören wollte. Aber auch das war ja eine Form von Verantwortung übernehmen.
Einige Anekdoten meiner Lehrerin, die mich davon überzeugt haben, sofort mehr für meine private Altersvorsorge zu tun:
- Nach einer Klassenarbeit (oder einem Test) beschwerten sich die Eltern, dass die Fragen zu schwer gewesen seien.
- Hätte sie die gleiche Arbeit damals bei uns in der zehnten Klasse geschrieben, hätten alle eine Eins bekommen.
- Ein Vater beschwerte sich, dass er die Antworten auf die Fragen nicht im Hefter seines Sohnes finden konnte. Die Lehrerin wies darauf den Sohn an, endlich mal seinen Hefter aufzuräumen. Kurz danach musste die Lehrerin zur Aussprache zum Direktor. Sie hätte den Jungen in den Suizid getrieben. (Der Sohn ist natürlich nicht wirklich tot.)
- Der Direktor ist jetzt hauptsächlich damit beschäftigt, Anfragen von aufgebrachten Eltern zu beantworten.
- Wer mitarbeitet oder gar lernt, gibt als Schleimer. Wenn, dann geht Lernen nur heimlich. Und das machen nur Einzelne. Die Anderen sind einfach cool.
- Selbst für Etwas einstehen, ist nicht notwendig. Mutti kümmert sich schon um alles.
Und das ist die nächste Generation. Viel Erfolg wünsche ich der deutschen Wirtschaft.



Dezember 12th, 2007
siehste Säbästschen, es war nicht alles schlecht!!!
Dezember 12th, 2007
Na das habe ich auch nie behauptet.